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Zu Wolfram von Eschenbachs "Willehalm"

Alexander Monagas

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Paperback / softback
19 December 2007
$110.00
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 1,5, Universität Mannheim (Lehrstuhl Neuere Germanistik II), Veranstaltung: Rechtsdiskurse und Gewalt in globalen Vernetzungen, Sprache: Deutsch, Abstract: Wolfram von Eschenbachs Kreuzzugsepik „Willehalm" enthält in der ambivalenten Heldenfigur Willehalms eine subtile Kritik am Glaubenskampf und zeitgenössischen theologischen Ideologien und gesellschaftlichen Strukturen. Von Eschenbach schafft damit ein literarisches Werk voller Hinweise, Anspielungen und Andeutungen, die sich trotz rhetorischer Figuren relativ leicht in ein Spannungsverhältnis mit der damaligen Politik und Gesellschaft bringen lassen. Innerhalb seiner narrativen Konstruktion wer-den schrittweise Informationen zu Tage gebracht, die das anfänglich so hochgerühmte Vorgehen der handelnden Personen in ein eher unrühmliches Licht rückt. Mit der Anführung zahlreicher Gründe für Glaubenskrieg und Massenschlachten versu-chen die Figuren der Erzählung immer wieder, ihr Handeln im Sinne einer allgemeinen Legitimation zu untermauern. Gängige höfische, sowie ritterliche Verhaltensmuster werden mit Kreuzzugsideologien und Märtyrertum in eine lückenhafte Argumentati-onskette verknüpft, die aufgrund nur spärlicher Informationen zu Beginn der Handlung noch zu funktionieren scheint. Doch mit dem Verlauf der Handlung werden immer häu-figer Brüche und Unstimmigkeiten gerade im Verhalten des Titelhelden deutlich. Im Folgenden wird dahingehen vor allem das Erste und Zweite Buch untersucht, inwieweit der Held als christlicher Kriegsheiliger erst eingeführt, und dann durch eigenes Verhalten dieses Bild zu demontieren beginnt. Gerade die auffallenden Parallelen von Heiden und Christen zeigen immer wieder deutliche Ansatzpunkte, die Motivationen und Argumente beider Seiten als unrechtmäßig zu entlarven.Raffiniert und subtil spickt von Eschenbach seine Erzählung mit Anspielungen und Hinweisen auf seinen „Parzival", d

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Description

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 1,5, Universität Mannheim (Lehrstuhl Neuere Germanistik II), Veranstaltung: Rechtsdiskurse und Gewalt in globalen Vernetzungen, Sprache: Deutsch, Abstract: Wolfram von Eschenbachs Kreuzzugsepik „Willehalm" enthält in der ambivalenten Heldenfigur Willehalms eine subtile Kritik am Glaubenskampf und zeitgenössischen theologischen Ideologien und gesellschaftlichen Strukturen. Von Eschenbach schafft damit ein literarisches Werk voller Hinweise, Anspielungen und Andeutungen, die sich trotz rhetorischer Figuren relativ leicht in ein Spannungsverhältnis mit der damaligen Politik und Gesellschaft bringen lassen. Innerhalb seiner narrativen Konstruktion wer-den schrittweise Informationen zu Tage gebracht, die das anfänglich so hochgerühmte Vorgehen der handelnden Personen in ein eher unrühmliches Licht rückt. Mit der Anführung zahlreicher Gründe für Glaubenskrieg und Massenschlachten versu-chen die Figuren der Erzählung immer wieder, ihr Handeln im Sinne einer allgemeinen Legitimation zu untermauern. Gängige höfische, sowie ritterliche Verhaltensmuster werden mit Kreuzzugsideologien und Märtyrertum in eine lückenhafte Argumentati-onskette verknüpft, die aufgrund nur spärlicher Informationen zu Beginn der Handlung noch zu funktionieren scheint. Doch mit dem Verlauf der Handlung werden immer häu-figer Brüche und Unstimmigkeiten gerade im Verhalten des Titelhelden deutlich. Im Folgenden wird dahingehen vor allem das Erste und Zweite Buch untersucht, inwieweit der Held als christlicher Kriegsheiliger erst eingeführt, und dann durch eigenes Verhalten dieses Bild zu demontieren beginnt. Gerade die auffallenden Parallelen von Heiden und Christen zeigen immer wieder deutliche Ansatzpunkte, die Motivationen und Argumente beider Seiten als unrechtmäßig zu entlarven.Raffiniert und subtil spickt von Eschenbach seine Erzählung mit Anspielungen und Hinweisen auf seinen „Parzival", d

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