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Südafrika im Diskurs

Zur Verwendung stereotyper Vorstellungsbilder in J. M. Coetzees "Disgrace" und Lewis Nkosis "Underground People"

Judith Breuer

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Paperback / softback
02 October 2007
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Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Anglistik - Literatur, Note: 1,0, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Veranstaltung: South African Fiction after Apartheid, Sprache: Deutsch, Abstract: Sowohl bei Coetzees Disgrace als auch bei Nkosis Underground People wird deutlich, dass Klischees nicht zufällig bemüht werden, sondern, dass sie untrennbar mit der Darstellung von Machtverhältnissen verbunden sind. In diesem Zusammenhang liegt der Ironie bei beiden Autoren zweifelsfrei eine Kritik am sozialen Gefüge Südafrikas zugrunde, es jedoch bei einer solchen allgemeinen Deutung bewenden zu lassen, wäre zu einfach und würde wohl beiden Romanen nicht gerecht. Die Frage nach weiteren genauen Aussageabsichten der bewusst klischeebesetzten Darstellung lässt sich nicht für beide Romane gleichermaßen beantworten. Zur Lösung dieses Problems ist die angesprochene Ironie mit ihren teilweise komischen Aspekten in einem größeren Kontext zu betrachten.War es zunächst mein Ziel gesetzt, die diskursive Darstellung Südafrikas mit seinen Unterschieden innerhalb der Bevölkerung repräsentativ anhand der Romane eines schwarzen sowie eines weißen Autors aufzuzeigen, so stellte sich während der Bearbeitung des Themas heraus, dass eine solche Analyse nicht allein aufgrund eines solchen ethnischen Unterscheidungskriteriums erfolge kann. Mit anderen Worten bedeutet das, dass es schlichtweg unmöglich ist, die Vermittlung eines ironischen beziehungsweise komischen Blickwinkels losgelöst von Genre und zeitlichen Handlungsrahmen zu betrachten. Hier liegt die Lösung für die zentrale Frage nach der Aussageintention beider Romane: Der ironische Unterton in Disgrace unterstreicht die zynische Reflexion des Protagonisten David Lurie, dessen trostlose Perspektive die einzige Sichtweise bleibt, der der Leser eine Vision vom vergangenen sowie vom neuen Südafrika nach der Apartheid entnehmen kann. Die Ironie in der Darstellung „europäischer" Weißer und „afrikanischer" Schwarzer ist nicht

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Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Anglistik - Literatur, Note: 1,0, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Veranstaltung: South African Fiction after Apartheid, Sprache: Deutsch, Abstract: Sowohl bei Coetzees Disgrace als auch bei Nkosis Underground People wird deutlich, dass Klischees nicht zufällig bemüht werden, sondern, dass sie untrennbar mit der Darstellung von Machtverhältnissen verbunden sind. In diesem Zusammenhang liegt der Ironie bei beiden Autoren zweifelsfrei eine Kritik am sozialen Gefüge Südafrikas zugrunde, es jedoch bei einer solchen allgemeinen Deutung bewenden zu lassen, wäre zu einfach und würde wohl beiden Romanen nicht gerecht. Die Frage nach weiteren genauen Aussageabsichten der bewusst klischeebesetzten Darstellung lässt sich nicht für beide Romane gleichermaßen beantworten. Zur Lösung dieses Problems ist die angesprochene Ironie mit ihren teilweise komischen Aspekten in einem größeren Kontext zu betrachten.War es zunächst mein Ziel gesetzt, die diskursive Darstellung Südafrikas mit seinen Unterschieden innerhalb der Bevölkerung repräsentativ anhand der Romane eines schwarzen sowie eines weißen Autors aufzuzeigen, so stellte sich während der Bearbeitung des Themas heraus, dass eine solche Analyse nicht allein aufgrund eines solchen ethnischen Unterscheidungskriteriums erfolge kann. Mit anderen Worten bedeutet das, dass es schlichtweg unmöglich ist, die Vermittlung eines ironischen beziehungsweise komischen Blickwinkels losgelöst von Genre und zeitlichen Handlungsrahmen zu betrachten. Hier liegt die Lösung für die zentrale Frage nach der Aussageintention beider Romane: Der ironische Unterton in Disgrace unterstreicht die zynische Reflexion des Protagonisten David Lurie, dessen trostlose Perspektive die einzige Sichtweise bleibt, der der Leser eine Vision vom vergangenen sowie vom neuen Südafrika nach der Apartheid entnehmen kann. Die Ironie in der Darstellung „europäischer" Weißer und „afrikanischer" Schwarzer ist nicht

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