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Ritus als Gegenstand der Religionswissenschaft und Theaterwissenschaft

Klaus Otto

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Paperback / softback
06 March 2017
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Magisterarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Theologie - Sonstiges, Note: 1, Freie Universität Berlin (Institut für Religionswissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: Die hier diskutierten Theorien des "Performativen" (insbesondere E. Fischer-Lichte, R. Schechner, V. Turner) sind in Abstufungen als substantialistische Versuche verstehbar, eine Theodizee des Theatralen zu konstituieren. Dabei berufen sich deren Verfechter *innen mehr oder weniger häufig auf begriffliche Äquivalente des "Numinosen" (Liminalität, Transformation, Metamorphosen, Ekstase, Energie), verwenden also religiös aufgeladene Begriffe in theatralem bzw. ethnologischem Kontext. Theaterwissenschaft, die den "Ursprung" des Theaters im Ritus sucht, konstruiert ihren Gegenstand unter religionswissenschaftlich fragwürdigen Prämissen. Dabei ist es gleichgültig, ob sie sich auf vorgebliche anthropologische Konstanten beruft, auf Übergangsriten (van Gennep) rekurriert, eine unüberprüfbare Gattungsgeschichte heranzieht oder ob sie in zirkulären Differenzierungen ein eindimensionales Verständnis von Kultur als Sammlung von Artefakten ebenso eindimensional durch ein Verständnis von Kultur als Präsenz von "performativen Akten" abzulösen sucht und den "Leib" absolut setzt - wofür ein kulturwissenschaftlich zu Unrecht etabliertes Zauberwort "Performativität" lautet. Hier sind insbesondere die Versuche einer Richtung in den Kulturwissenschaften zu nennen (theaterwissenschaftlich seit längerem breit rezipiert), die sich "cultural performances" (M. Singer) aller Arten annehmen und unter dem Gesichtspunkt der "Performativität" und Theatralität grundsätzlich nicht mehr zwischen religiösen, ästhetischen und gesellschaftlichen Anlässen unterscheiden. Dabei bilden Zeit- und Organisationsstruktur, das gesellschaftliche Verhältnis von Akteur *innen und Teilnehmer *innen bzw. Zuschauer *innen, das 'set' und 'setting' also, in eins gesetzte Kriterien. Das Theater selbst droht in dieser Perspektive zur rituellen Anst

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Ritus als Gegenstand der Religionswissenschaft und Theaterwissenschaft

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Magisterarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Theologie - Sonstiges, Note: 1, Freie Universität Berlin (Institut für Religionswissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: Die hier diskutierten Theorien des "Performativen" (insbesondere E. Fischer-Lichte, R. Schechner, V. Turner) sind in Abstufungen als substantialistische Versuche verstehbar, eine Theodizee des Theatralen zu konstituieren. Dabei berufen sich deren Verfechter *innen mehr oder weniger häufig auf begriffliche Äquivalente des "Numinosen" (Liminalität, Transformation, Metamorphosen, Ekstase, Energie), verwenden also religiös aufgeladene Begriffe in theatralem bzw. ethnologischem Kontext. Theaterwissenschaft, die den "Ursprung" des Theaters im Ritus sucht, konstruiert ihren Gegenstand unter religionswissenschaftlich fragwürdigen Prämissen. Dabei ist es gleichgültig, ob sie sich auf vorgebliche anthropologische Konstanten beruft, auf Übergangsriten (van Gennep) rekurriert, eine unüberprüfbare Gattungsgeschichte heranzieht oder ob sie in zirkulären Differenzierungen ein eindimensionales Verständnis von Kultur als Sammlung von Artefakten ebenso eindimensional durch ein Verständnis von Kultur als Präsenz von "performativen Akten" abzulösen sucht und den "Leib" absolut setzt - wofür ein kulturwissenschaftlich zu Unrecht etabliertes Zauberwort "Performativität" lautet. Hier sind insbesondere die Versuche einer Richtung in den Kulturwissenschaften zu nennen (theaterwissenschaftlich seit längerem breit rezipiert), die sich "cultural performances" (M. Singer) aller Arten annehmen und unter dem Gesichtspunkt der "Performativität" und Theatralität grundsätzlich nicht mehr zwischen religiösen, ästhetischen und gesellschaftlichen Anlässen unterscheiden. Dabei bilden Zeit- und Organisationsstruktur, das gesellschaftliche Verhältnis von Akteur *innen und Teilnehmer *innen bzw. Zuschauer *innen, das 'set' und 'setting' also, in eins gesetzte Kriterien. Das Theater selbst droht in dieser Perspektive zur rituellen Anst

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