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Hexerei bei den Irokesen

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Paperback / softback
18 July 2007
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Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1 (sehr gut), Ludwig-Maximilians-Universität München (Institut für Völkerkunde und Afrikanistik), Veranstaltung: Magie und Hexerei, Sprache: Deutsch, Abstract: Hexerei wird im allgemeinen als zwischen Personen ohne Verwendung natürlicher Hilfsmittel hervorgebrachte schädliche Wirkungen definiert. Der Glaube an die Möglichkeit derartiger Handlungen war und ist bei den Irokesen verbreitet. Von überregionaler Bedeutung war im des nordöstlichen Waldlandes des nordamerikanischen Kontinents die Liga der Irokesen, ein Zusammenschluss der Stämme der Mohawk, Oneida, Onondaga, Cayuga und Seneca. Wirtschaftliche Grundlage dieser Stämme bildete der von den Frauen wahrgenommene Ackerbau; eine Arbeitsteilung, die die starke Position der weiblichen Mitglieder der Familien mitbedingte. Die dem Mann zugeordnete Domäne umfasste Jagd und Fischerei, Krieg und Handel.Der Konsens stellte einen Schlüsselbegriff des Zusammenlebens der Ligastämme, deren Untergliederungen die moieties, Klane und die ohwachira genannten Familienverbände bildeten, dar. Die Vorstellung der Über- und Unterordnung, wie es das öffentliche Leben europäischer Staaten kennzeichnete, war den Mitgliedern der Ligastämme weitgehend unbekannt. Entscheidungsgremium des Zusammenschlusses war der aus 49 bzw. 50 sachems zusammengesetzte Ligarat. Da die Überstimmung einer eine Mindermeinung vertretenden Fraktion hier nicht möglich war, blieb die zahlenmäßig ungleiche Vertretung der Stämme von geringer Bedeutung. Der spätestens seit der Verdrängung der Franzosen aus dem Nordosten im Jahre 1763 sich vollziehende Niedergang der Liga wurde durch die Wirren des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges massiv beschleunigt. Mit dem Ausgang des Revolutionskrieges hatte die Liga ihre politische Selbstständigkeit verloren. Diesseits und jenseits der U.S.-amerikanisch-kanadischen Grenze wurde den Ligairokesen Schutzgebiete zugewiesen, die im 19. Jahrhundert ein

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    Book Details
    ISBN-13
    9783638682992
    Author
    Herwig Baum
    Publisher
    GRIN Verlag
    Published
    18 July 2007
    Format
    Paperback / softback

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    Hexerei bei den Irokesen

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    Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1 (sehr gut), Ludwig-Maximilians-Universität München (Institut für Völkerkunde und Afrikanistik), Veranstaltung: Magie und Hexerei, Sprache: Deutsch, Abstract: Hexerei wird im allgemeinen als zwischen Personen ohne Verwendung natürlicher Hilfsmittel hervorgebrachte schädliche Wirkungen definiert. Der Glaube an die Möglichkeit derartiger Handlungen war und ist bei den Irokesen verbreitet. Von überregionaler Bedeutung war im des nordöstlichen Waldlandes des nordamerikanischen Kontinents die Liga der Irokesen, ein Zusammenschluss der Stämme der Mohawk, Oneida, Onondaga, Cayuga und Seneca. Wirtschaftliche Grundlage dieser Stämme bildete der von den Frauen wahrgenommene Ackerbau; eine Arbeitsteilung, die die starke Position der weiblichen Mitglieder der Familien mitbedingte. Die dem Mann zugeordnete Domäne umfasste Jagd und Fischerei, Krieg und Handel.Der Konsens stellte einen Schlüsselbegriff des Zusammenlebens der Ligastämme, deren Untergliederungen die moieties, Klane und die ohwachira genannten Familienverbände bildeten, dar. Die Vorstellung der Über- und Unterordnung, wie es das öffentliche Leben europäischer Staaten kennzeichnete, war den Mitgliedern der Ligastämme weitgehend unbekannt. Entscheidungsgremium des Zusammenschlusses war der aus 49 bzw. 50 sachems zusammengesetzte Ligarat. Da die Überstimmung einer eine Mindermeinung vertretenden Fraktion hier nicht möglich war, blieb die zahlenmäßig ungleiche Vertretung der Stämme von geringer Bedeutung. Der spätestens seit der Verdrängung der Franzosen aus dem Nordosten im Jahre 1763 sich vollziehende Niedergang der Liga wurde durch die Wirren des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges massiv beschleunigt. Mit dem Ausgang des Revolutionskrieges hatte die Liga ihre politische Selbstständigkeit verloren. Diesseits und jenseits der U.S.-amerikanisch-kanadischen Grenze wurde den Ligairokesen Schutzgebiete zugewiesen, die im 19. Jahrhundert ein

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