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Grafeneck als Beispiel für Euthanasie im NS-Staat

Magdalena Ruoffner

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Paperback / softback
16 November 2012
$102.00
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Examensarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg, Note: 1,5, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Sprache: Deutsch, Abstract: In Deutschland wurden direkte medizinische Tötungen mit dem fortschreitenden 19.Jahrhundert und unter dem wachsenden „Einfluss des 'wissenschaftlichen Rassismus' in intellektuellen Kreisen" in einem immer breiter werdenden Spektrum diskutiert. Für die Entwicklung und die zumindest im Diskurs etablierte Rolle des "Gnadentods" geistig behinderter Menschen war die Unterstreichung und die hervorgehobene Gewichtung der „Integrität des organischen Volkskörpers", also die Definition des Volks als ein rassisch- kulturelles Kollektiv, dessen Fortbestand es auch unter biologischen Aspekten zu sichern galt, elementar. Um die Erbgesundheit der arischen Volksgemeinschaft zu stützen und diese somit zu optimieren, bedienten sich die Nationalsozialisten Mitteln wie der Zwangssterilisierung und der euphemistisch als „Euthanasie" titulierten Ermordung als unheilbar oder erbkrank befundener Patienten psychiatrischer Einrichtungen. Die in medizinischen Fachkreisen angeheizten Debatten über Sterilisationen tendierten immer mehr zu der Vermutung hin, dass „ radikalere Maßnahmen nötig seien". Der Grundsatz, dass die Beseitigung „lebensunwerten Lebens" als legitime Aufgabe des Staates anzusehen sei, manifestierte sich mehr und mehr als Grundsatz in der Volksauffassung. Die im Reich verbreiteten Heil- und Pflegeanstalten für geistig und körperlich behinderte Menschen manifestierten sich zu wichtigen Zentren für die Entwicklung des Euthanasiebewusstseins. Grafeneck, auf dessen Gebiet am 18. Januar 1940 die systematische, von staatlicher Seite angeordnete und mit Hilfe staatlicher Organe vollstreckte Vernichtung von Menschen durch medizinisch verbrämten Massenmord begann, umschrieben durch den verschleiernden Begriff der „Euthanasie", dem „schönen Tod" und auf dessen Gelände zwischen Januar und Deze

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Description

Examensarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg, Note: 1,5, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Sprache: Deutsch, Abstract: In Deutschland wurden direkte medizinische Tötungen mit dem fortschreitenden 19.Jahrhundert und unter dem wachsenden „Einfluss des 'wissenschaftlichen Rassismus' in intellektuellen Kreisen" in einem immer breiter werdenden Spektrum diskutiert. Für die Entwicklung und die zumindest im Diskurs etablierte Rolle des "Gnadentods" geistig behinderter Menschen war die Unterstreichung und die hervorgehobene Gewichtung der „Integrität des organischen Volkskörpers", also die Definition des Volks als ein rassisch- kulturelles Kollektiv, dessen Fortbestand es auch unter biologischen Aspekten zu sichern galt, elementar. Um die Erbgesundheit der arischen Volksgemeinschaft zu stützen und diese somit zu optimieren, bedienten sich die Nationalsozialisten Mitteln wie der Zwangssterilisierung und der euphemistisch als „Euthanasie" titulierten Ermordung als unheilbar oder erbkrank befundener Patienten psychiatrischer Einrichtungen. Die in medizinischen Fachkreisen angeheizten Debatten über Sterilisationen tendierten immer mehr zu der Vermutung hin, dass „ radikalere Maßnahmen nötig seien". Der Grundsatz, dass die Beseitigung „lebensunwerten Lebens" als legitime Aufgabe des Staates anzusehen sei, manifestierte sich mehr und mehr als Grundsatz in der Volksauffassung. Die im Reich verbreiteten Heil- und Pflegeanstalten für geistig und körperlich behinderte Menschen manifestierten sich zu wichtigen Zentren für die Entwicklung des Euthanasiebewusstseins. Grafeneck, auf dessen Gebiet am 18. Januar 1940 die systematische, von staatlicher Seite angeordnete und mit Hilfe staatlicher Organe vollstreckte Vernichtung von Menschen durch medizinisch verbrämten Massenmord begann, umschrieben durch den verschleiernden Begriff der „Euthanasie", dem „schönen Tod" und auf dessen Gelände zwischen Januar und Deze

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