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Dogma 95. Filmkunst in der Opposition

Jeniffer Pieper

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Paperback / softback
12 May 2015
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Magisterarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen, Universität Hamburg, Sprache: Deutsch, Abstract: 20. März 1995, Paris. Lars von Trier lässt vom Rednerpult rote Flugblätter in die Menge der europäischen Filmschaffenden segeln. Gerade wird der hundertste Geburtstag des Films gefeiert, als vier dänische Regisseure mit ihrem Manifest Dogma 95 gegen die künstliche, unrealistische Art der Filmemacherei rebellieren. Sie legen ein zehn Regeln umfassendes Gelübde vor und behaupten, dank dieser Regeln bessere Filme machen zu können. Von der Filmbranche - von Filmkritikern, anderen Regisseuren - wird das Dogma 95-Manifest sehr unterschiedlich aufgenommen. Die einen verachten das Manifest als arrogantes Luftschloss und naive Spinnerei, während andere es als Befreiung von den alten Regeln und als Innovation der Filmemacherei feiern. Seit der Verkündung des Manifestes sind zehn Jahre vergangen, in denen rege darüber debattiert wurde, ob die Dogma 95-Ästhetik nun gut oder schlecht sei und ob und inwiefern Dogma 95 zu einer „Weiterentwicklung des filmischen Erzählens" beigetragen habe. Anstatt Dogma 95 unter dem „Künstler-Genie-Begriff" zu betrachten, soll der Versuch von Dogma 95 - die Dogma 95-Ästhetik als die bessere Filmästhetik zu verkaufen - als ein „Ringen um Macht" innerhalb der Filmbranche verstanden werden. Für diese Untersuchung sollen die Regeln der Kunst (1999) von Pierre Bourdieu als Theorie verwendet werden, die einen Erfolg oder Misserfolg von Kunstwerken durch Kämpfe erklären, die unter Künstlern ausgetragen werden. Eine neue Ästhetik etablieren zu wollen, ist der Machtkampf zwischen verschiedenen Akteuren, die alle um die künstlerische Legitimation kämpfen. In diesem Kampf geht es um Vorherrschaft über die Vorgabe der Ästhetik sowie um Macht über ökonomisches Kapital. Das Ziel der Künstler ist es, eine Position einzunehmen, von der aus dies möglich wird.

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Dogma 95. Filmkunst in der Opposition

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Magisterarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen, Universität Hamburg, Sprache: Deutsch, Abstract: 20. März 1995, Paris. Lars von Trier lässt vom Rednerpult rote Flugblätter in die Menge der europäischen Filmschaffenden segeln. Gerade wird der hundertste Geburtstag des Films gefeiert, als vier dänische Regisseure mit ihrem Manifest Dogma 95 gegen die künstliche, unrealistische Art der Filmemacherei rebellieren. Sie legen ein zehn Regeln umfassendes Gelübde vor und behaupten, dank dieser Regeln bessere Filme machen zu können. Von der Filmbranche - von Filmkritikern, anderen Regisseuren - wird das Dogma 95-Manifest sehr unterschiedlich aufgenommen. Die einen verachten das Manifest als arrogantes Luftschloss und naive Spinnerei, während andere es als Befreiung von den alten Regeln und als Innovation der Filmemacherei feiern. Seit der Verkündung des Manifestes sind zehn Jahre vergangen, in denen rege darüber debattiert wurde, ob die Dogma 95-Ästhetik nun gut oder schlecht sei und ob und inwiefern Dogma 95 zu einer „Weiterentwicklung des filmischen Erzählens" beigetragen habe. Anstatt Dogma 95 unter dem „Künstler-Genie-Begriff" zu betrachten, soll der Versuch von Dogma 95 - die Dogma 95-Ästhetik als die bessere Filmästhetik zu verkaufen - als ein „Ringen um Macht" innerhalb der Filmbranche verstanden werden. Für diese Untersuchung sollen die Regeln der Kunst (1999) von Pierre Bourdieu als Theorie verwendet werden, die einen Erfolg oder Misserfolg von Kunstwerken durch Kämpfe erklären, die unter Künstlern ausgetragen werden. Eine neue Ästhetik etablieren zu wollen, ist der Machtkampf zwischen verschiedenen Akteuren, die alle um die künstlerische Legitimation kämpfen. In diesem Kampf geht es um Vorherrschaft über die Vorgabe der Ästhetik sowie um Macht über ökonomisches Kapital. Das Ziel der Künstler ist es, eine Position einzunehmen, von der aus dies möglich wird.

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