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Die vermeintliche Stärke des schwachen Mannes. Eine Analyse des Männerbildes der 1950er anhand Martin Walsers "Ehen in Philippsburg"

Anonymous

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Paperback / softback
14 February 2018
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Bachelorarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Sprache: Deutsch, Abstract: Ehen in Philippsburg ist der Debütroman Martin Walsers. Trotz der vielen guten Kritiken verschwindet der Roman recht bald wieder aus den Köpfen der Menschen, obwohl das Werk eine Thematik anspricht, die sowohl damals als auch heute auf die Gesellschaft anwendbar ist: der Mann in einer oberflächlichen, homophoben Gesellschaft, in der Betrug und Lügen gegenüber der Ehefrau an der Tagesordnung stehen, man aber nicht auf die Tradition des Familienlebens verzichten möchte. Das Werk zeigt unter anderem drei scheinbar grundverschiedene Männer, die unterschiedliche Situationen durchleben. Hinter der Fassade des starken Mannes und der perfekten Gemeinschaft, erkennt man eine Gesellschaft, die die Männer formt und aus ihnen ein ‚Ein-Mann-Theater' macht. Das Erstaunliche an diesem Werk ist das Zeitgemäße, denn unsere Gesellschaft ist, wie sie hier beschrieben wird, oberflächlich. Jeder versucht krampfhaft individuell zu sein, unterscheidet sich in seiner Individualität aber nicht von den anderen vermeintlichen Individuen. Auch die Thematik des Egoismus' und der stetigen Krise, die wie eine Gewitterwolke über einem schwebt, ist sehr zeitgemäß, da sich jeder auf sich selbst konzentriert und sich weiterbringen will ohne Rücksicht auf Verluste. Die Thematik des Betrugs und der Unfähigkeit zu lieben beziehungsweise monogam zu sein, ist nun aktueller denn je. ‚Generation Beziehungsunfähig' nennt Michael Nast die jetzige Generation und genau diese Unfähigkeit thematisierte Walser schon 1957. Das Vergessen des Werkes erklärt Walser in einem Interview mit den Worten: „Ein Buch kann auf seine Leser warten."(Illies, 2008). Nun hat Ehen in Philippsburg lange genug gewartet, denn niemals war dieses Buch zeitgemäßer als jetzt. Nicht nur die Oberflächlichkeit, die scheinbare Emotionslosigkeit, sondern auch der schwache Mann,

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Die vermeintliche Stärke des schwachen Mannes. Eine Analyse des Männerbildes der 1950er anhand Martin Walsers "Ehen in Philippsburg"

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Bachelorarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Sprache: Deutsch, Abstract: Ehen in Philippsburg ist der Debütroman Martin Walsers. Trotz der vielen guten Kritiken verschwindet der Roman recht bald wieder aus den Köpfen der Menschen, obwohl das Werk eine Thematik anspricht, die sowohl damals als auch heute auf die Gesellschaft anwendbar ist: der Mann in einer oberflächlichen, homophoben Gesellschaft, in der Betrug und Lügen gegenüber der Ehefrau an der Tagesordnung stehen, man aber nicht auf die Tradition des Familienlebens verzichten möchte. Das Werk zeigt unter anderem drei scheinbar grundverschiedene Männer, die unterschiedliche Situationen durchleben. Hinter der Fassade des starken Mannes und der perfekten Gemeinschaft, erkennt man eine Gesellschaft, die die Männer formt und aus ihnen ein ‚Ein-Mann-Theater' macht. Das Erstaunliche an diesem Werk ist das Zeitgemäße, denn unsere Gesellschaft ist, wie sie hier beschrieben wird, oberflächlich. Jeder versucht krampfhaft individuell zu sein, unterscheidet sich in seiner Individualität aber nicht von den anderen vermeintlichen Individuen. Auch die Thematik des Egoismus' und der stetigen Krise, die wie eine Gewitterwolke über einem schwebt, ist sehr zeitgemäß, da sich jeder auf sich selbst konzentriert und sich weiterbringen will ohne Rücksicht auf Verluste. Die Thematik des Betrugs und der Unfähigkeit zu lieben beziehungsweise monogam zu sein, ist nun aktueller denn je. ‚Generation Beziehungsunfähig' nennt Michael Nast die jetzige Generation und genau diese Unfähigkeit thematisierte Walser schon 1957. Das Vergessen des Werkes erklärt Walser in einem Interview mit den Worten: „Ein Buch kann auf seine Leser warten."(Illies, 2008). Nun hat Ehen in Philippsburg lange genug gewartet, denn niemals war dieses Buch zeitgemäßer als jetzt. Nicht nur die Oberflächlichkeit, die scheinbare Emotionslosigkeit, sondern auch der schwache Mann,

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