Trending Bestseller

Der Glaube an die Existenz personaler, böser Wesen in der Welt

Aufklärung und Hexenglaube; Eine Geschichte der Realitätswahrnehmung

Rosann Rossi

No reviews yet Write a Review
Paperback / softback
26 May 2011
$77.00
Ships in 5–7 business days
Hurry up! Current stock:
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 2-, Universität Basel (Historisches Seminar), Veranstaltung: Seminar: Gesprungene Spiegel? Neuere Perspektiven zur Aufklärung des 17. und 18. Jahrhunderts, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Glaube an ein Wirken personaler, böser Wesen in der Welt war fester Bestandteil der mittelalterlichen Lebenswelt. Wie gezeigt wurde war dies das Resultat einer langen Überlieferungsgeschichte, deren Ursprünge auf die antike Mythologie, wie auch auf heidnische Glaubensmodelle zurück zu führen sind. Da das Christentum einem heidnischen Umfeld entwuchs, war die Aufnahme heidnischen Gedankenguts in die christlich-religiösen Vorstellungen unvermeidlich. Diese ursprünglich heidnischen Glaubensvorstellungen unterlagen im Verlaufe der Zeit einem Prozess der Christianisierung und erfuhren somit eine fixe Einbettung in das christliche Gedankengut. Wie gleichfalls in Erfahrung gebracht wurde, wurzelte dieser Glaube an personale böse Wesen jedoch nicht nur in den theologischen Dogmen, sondern stiess gleichfalls auf eine sukzessive Bestätigung in der Lebenspraxis. Hexen, Dämonen und der Teufel selbst waren genauso real erfahrbar wie der göttliche Segen. Der Frühaufklärung, die sich dem Kampf gegen den Glauben an reale, böse Mächte verschrieben hatte, gelang es durch eine analytische Untersuchung des Ursprungs und der Überlieferungsgeschichte, die religiöse Basis dieses Glaubens als heidnisch und nicht-christlich zu entlarven. Die daraus resultierende Religionskritik schuf einen Moment der Hinterfragung und des Zweifels an der bis anhin unumstösslichen Wahrnehmung von Realität und Lebenswelt. Alleine die nun eröffnete Möglichkeit des Zweifelns und Hinterfragens führte zu einem Paradigmenwechsel in der Argumentation gegen böse Mächte in der Welt. Entscheidend war dabei nicht das Resultat, welches die Frühaufklärer erzielten, dass nun auch naturwissenschaftliche Ergebnisse und Erklärungsversuche

This product hasn't received any reviews yet. Be the first to review this product!

$77.00
Ships in 5–7 business days
Hurry up! Current stock:

Der Glaube an die Existenz personaler, böser Wesen in der Welt

$77.00

Description

Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 2-, Universität Basel (Historisches Seminar), Veranstaltung: Seminar: Gesprungene Spiegel? Neuere Perspektiven zur Aufklärung des 17. und 18. Jahrhunderts, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Glaube an ein Wirken personaler, böser Wesen in der Welt war fester Bestandteil der mittelalterlichen Lebenswelt. Wie gezeigt wurde war dies das Resultat einer langen Überlieferungsgeschichte, deren Ursprünge auf die antike Mythologie, wie auch auf heidnische Glaubensmodelle zurück zu führen sind. Da das Christentum einem heidnischen Umfeld entwuchs, war die Aufnahme heidnischen Gedankenguts in die christlich-religiösen Vorstellungen unvermeidlich. Diese ursprünglich heidnischen Glaubensvorstellungen unterlagen im Verlaufe der Zeit einem Prozess der Christianisierung und erfuhren somit eine fixe Einbettung in das christliche Gedankengut. Wie gleichfalls in Erfahrung gebracht wurde, wurzelte dieser Glaube an personale böse Wesen jedoch nicht nur in den theologischen Dogmen, sondern stiess gleichfalls auf eine sukzessive Bestätigung in der Lebenspraxis. Hexen, Dämonen und der Teufel selbst waren genauso real erfahrbar wie der göttliche Segen. Der Frühaufklärung, die sich dem Kampf gegen den Glauben an reale, böse Mächte verschrieben hatte, gelang es durch eine analytische Untersuchung des Ursprungs und der Überlieferungsgeschichte, die religiöse Basis dieses Glaubens als heidnisch und nicht-christlich zu entlarven. Die daraus resultierende Religionskritik schuf einen Moment der Hinterfragung und des Zweifels an der bis anhin unumstösslichen Wahrnehmung von Realität und Lebenswelt. Alleine die nun eröffnete Möglichkeit des Zweifelns und Hinterfragens führte zu einem Paradigmenwechsel in der Argumentation gegen böse Mächte in der Welt. Entscheidend war dabei nicht das Resultat, welches die Frühaufklärer erzielten, dass nun auch naturwissenschaftliche Ergebnisse und Erklärungsversuche

Customers Also Viewed

Buy Books Online at BookLoop

Discover your next great read at BookLoop, Australiand online bookstore offering a vast selection of titles across various genres and interests. Whether you're curious about what's trending or searching for graphic novels that captivate, thrilling crime and mystery fiction, or exhilarating action and adventure stories, our curated collections have something for every reader. Delve into imaginative fantasy worlds or explore the realms of science fiction that challenge the boundaries of reality. Fans of contemporary narratives will find compelling stories in our contemporary fiction section. Embark on epic journeys with our fantasy and science fiction titles,

Shop Trending Books and New Releases

Explore our new releases for the most recent additions in romance books, fantasy books, graphic novels, crime and mystery books, science fiction books as well as biographies, cookbooks, self help books, tarot cards, fortunetelling and much more. With titles covering current trends, booktok and bookstagram recommendations, and emerging authors, BookLoop remains your go-to local australian bookstore for buying books online across all book genres.

Shop Best Books By Collection

Stay updated with the literary world by browsing our trending books, featuring the latest bestsellers and critically acclaimed works. Explore titles from popular brands like Minecraft, Pokemon, Star Wars, Bluey, Lonely Planet, ABIA award winners, Peppa Pig, and our specialised collection of ADHD books. At BookLoop, we are committed to providing a diverse and enriching reading experience for all.