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Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges aus multiperspektivischer Sicht

Zur Rezeption der Kriegsschuldfrage im Kontext von Fritz Fischers Buch "Griff nach der Weltmacht"

Daniel Fischer

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Paperback / softback
13 March 2014
$115.00
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Die Kontroverse um die Schuld am Kriegsausbruch 1914 erreichte in den 1960er Jahren mit Fritz Fischers Buch 'Griff nach der Weltmacht' ihren Höhepunkt, die emotional geführte Debatte vor und nach Veröffentlichung des Werkes ist ausführlicher Gegenstand des vorliegenden Buches. Die Juli-Krise erscheint vor dem Hintergrund einer breit angelegten historischen Untermauerung: Der Weg in den Krieg begann latent mit Bismarcks Rücktritt. Wer war Schuld am Weg in das Massensterben? Die Antwort kann nur multiperspektivisch sein. `In ganz Europa gehen die Lichter aus,` so kommentierte der britische Außenminister Edward Grey den Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914. Im Kladderadatsch, einem humoristisch-satirischen Wochenblatt Berlins, dreht der Russe plötzlich das Licht aus. Die Lichter der Politik und Diplomatie erloschen und überließen das Gesetz des Handelns den Waffen. Diese Politiker waren allesamt zu schwach, zu wenig fähig, über die Pflöcke der eigenen nationalen Grenzen zu blicken. So ließen sie den Dingen ihren Lauf, übergaben den Militärs das Geschäft. Nur aus dieser Sicht, so zitierte Berghahn Binder, könne man Lloyd Georges Wort zustimmen: `Wir sind alle in den Krieg hineingeschlittert. ` Die Frage der erstarrten Politik, die sich dem militärischen Dogma unterordnete, wird an späterer Stelle zu klären sein.Dieser erste große Weltkrieg des 20. Jahrhunderts - das neue an ihm war, dass hier nicht allein europäische Mächte aufeinanderstießen, sondern diese Mächte zugleich Weltmächte waren - unterschied sich deutlich von den bisher gekannten Auseinandersetzungen des 19. Jahrhunderts. Doch der erste war er trotzdem nicht, europäische Mächte hatten während der 300 Jahre zuvor überall auf dem Erdball gegeneinander gekämpft. Diejenigen, die in diesem Krieg kämpften, nannten ihn einfach den Großen Krieg, außer in Deutschland, wo man ihn als den Weltkrieg bezeichnete. Entscheidend wurde insbesondere, dass man glaubte, die in Übersee gewonnenen Kolonialreiche auf europäischem

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Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges aus multiperspektivischer Sicht

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Die Kontroverse um die Schuld am Kriegsausbruch 1914 erreichte in den 1960er Jahren mit Fritz Fischers Buch 'Griff nach der Weltmacht' ihren Höhepunkt, die emotional geführte Debatte vor und nach Veröffentlichung des Werkes ist ausführlicher Gegenstand des vorliegenden Buches. Die Juli-Krise erscheint vor dem Hintergrund einer breit angelegten historischen Untermauerung: Der Weg in den Krieg begann latent mit Bismarcks Rücktritt. Wer war Schuld am Weg in das Massensterben? Die Antwort kann nur multiperspektivisch sein. `In ganz Europa gehen die Lichter aus,` so kommentierte der britische Außenminister Edward Grey den Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914. Im Kladderadatsch, einem humoristisch-satirischen Wochenblatt Berlins, dreht der Russe plötzlich das Licht aus. Die Lichter der Politik und Diplomatie erloschen und überließen das Gesetz des Handelns den Waffen. Diese Politiker waren allesamt zu schwach, zu wenig fähig, über die Pflöcke der eigenen nationalen Grenzen zu blicken. So ließen sie den Dingen ihren Lauf, übergaben den Militärs das Geschäft. Nur aus dieser Sicht, so zitierte Berghahn Binder, könne man Lloyd Georges Wort zustimmen: `Wir sind alle in den Krieg hineingeschlittert. ` Die Frage der erstarrten Politik, die sich dem militärischen Dogma unterordnete, wird an späterer Stelle zu klären sein.Dieser erste große Weltkrieg des 20. Jahrhunderts - das neue an ihm war, dass hier nicht allein europäische Mächte aufeinanderstießen, sondern diese Mächte zugleich Weltmächte waren - unterschied sich deutlich von den bisher gekannten Auseinandersetzungen des 19. Jahrhunderts. Doch der erste war er trotzdem nicht, europäische Mächte hatten während der 300 Jahre zuvor überall auf dem Erdball gegeneinander gekämpft. Diejenigen, die in diesem Krieg kämpften, nannten ihn einfach den Großen Krieg, außer in Deutschland, wo man ihn als den Weltkrieg bezeichnete. Entscheidend wurde insbesondere, dass man glaubte, die in Übersee gewonnenen Kolonialreiche auf europäischem

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