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Das Erbe der Piasten

Die brandenburgischen Ansprüche in Schlesien

Manfred Hartung

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Paperback / softback
04 June 2015
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Auch die letzten Getreuen, die Friedrich II. von Preußen noch für 'den Großen' halten, schweigen beschämt, wenn es um die Eroberung Schlesiens geht. Hier hat der König ganz offenbar Unrecht getan. Daran ändert auch die spätere heldenhafte Behauptung in den schlesischen Kriegen nichts. Er berief sich zwar auf Rechtsgründe und ließ Gutachten ausarbeiten und veröffentlichen, die ihn rechtfertigen sollten. Diese werden - jedenfalls heute - als allzu bemüht und nicht überzeugend abgetan. Um welche Rechtsgründe geht es dabei im Einzelnen?Schlesien war über Jahrhunderte ein Streitobjekt zwischen Polen, Ungarn und Böhmen. Die Piasten - polnische Könige und später schlesische Herzöge - arrangierten sich in diesem Umfeld und landeten schließlich bei Böhmen. Sie schlossen sich dem luxemburgischen König Johann von Böhmen als Vasallen an, d.h. nach den Regeln des Lehnrechts. Dieses mittelalterliche Rechtsinstitut ist nun ein weites und gewissermaßen vermintes Feld. Es machte den Oberlehnsherrn keinesfalls zum absoluten Herrscher über den Lehnsträger, welcher durchaus eigene Rechte behielt. Konnte er diese Rechte auch vererben und konnte er sie auch über eine Tochter vererben? Bei solchen Fragen kommt es auch darauf an, ob dem Vasallen das Lehen gewährt wurde oder ob er es immer schon besaß und sich nur einem König - oder sonstigen Lehnsherrn - angeschlossen hatte. Der Begriff dafür lautet 'Lehnsauftragung'. Die schlesischen Herzöge hatten ihre Lehen nicht empfangen, sondern nur aufgetragen. Dies konnte ihre Rechtsstellung theoretisch erheblich stärken, auch im Hinblick auf die Vererblichkeit.So begründeten die brandenburgischen Kurfürsten ihren Anspruch auf die letzten noch piastischen Herzogtümer Liegnitz, Brieg und Wohlau in Niederschlesien. Sie wurden nach dem Aussterben der Piasten von den inzwischen habsburgischen Königen von Böhmen als angeblich heimgefallen eingezogen. Brandenburg wollte dies nicht hinnehmen. Weiterhin: In Oberschlesien hatte ein Markgraf von Brandenb

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Das Erbe der Piasten

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Auch die letzten Getreuen, die Friedrich II. von Preußen noch für 'den Großen' halten, schweigen beschämt, wenn es um die Eroberung Schlesiens geht. Hier hat der König ganz offenbar Unrecht getan. Daran ändert auch die spätere heldenhafte Behauptung in den schlesischen Kriegen nichts. Er berief sich zwar auf Rechtsgründe und ließ Gutachten ausarbeiten und veröffentlichen, die ihn rechtfertigen sollten. Diese werden - jedenfalls heute - als allzu bemüht und nicht überzeugend abgetan. Um welche Rechtsgründe geht es dabei im Einzelnen?Schlesien war über Jahrhunderte ein Streitobjekt zwischen Polen, Ungarn und Böhmen. Die Piasten - polnische Könige und später schlesische Herzöge - arrangierten sich in diesem Umfeld und landeten schließlich bei Böhmen. Sie schlossen sich dem luxemburgischen König Johann von Böhmen als Vasallen an, d.h. nach den Regeln des Lehnrechts. Dieses mittelalterliche Rechtsinstitut ist nun ein weites und gewissermaßen vermintes Feld. Es machte den Oberlehnsherrn keinesfalls zum absoluten Herrscher über den Lehnsträger, welcher durchaus eigene Rechte behielt. Konnte er diese Rechte auch vererben und konnte er sie auch über eine Tochter vererben? Bei solchen Fragen kommt es auch darauf an, ob dem Vasallen das Lehen gewährt wurde oder ob er es immer schon besaß und sich nur einem König - oder sonstigen Lehnsherrn - angeschlossen hatte. Der Begriff dafür lautet 'Lehnsauftragung'. Die schlesischen Herzöge hatten ihre Lehen nicht empfangen, sondern nur aufgetragen. Dies konnte ihre Rechtsstellung theoretisch erheblich stärken, auch im Hinblick auf die Vererblichkeit.So begründeten die brandenburgischen Kurfürsten ihren Anspruch auf die letzten noch piastischen Herzogtümer Liegnitz, Brieg und Wohlau in Niederschlesien. Sie wurden nach dem Aussterben der Piasten von den inzwischen habsburgischen Königen von Böhmen als angeblich heimgefallen eingezogen. Brandenburg wollte dies nicht hinnehmen. Weiterhin: In Oberschlesien hatte ein Markgraf von Brandenb

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