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Annäherung an (m)ein Vorurteil

Roma, Zigeuner. Wer lebt da in unserer Mitte?

Timo Bleckwedel

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Paperback / softback
26 December 2017
$76.00
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Studienarbeit aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik, , Sprache: Deutsch, Abstract: In der Ausgabe 14/ 2012 des SPIEGEL lese ich einen Bericht über den schrittweisen Umzug einer ganzen Roma-Dorfgemeinschaft aus Rumänien in das vermeintliche Paradies des deutschen Sozialstaates, nach Berlin/ Neukölln. Er ist, ein häufiges Stilmittel beim SPIEGEL, sehr anschaulich und detailliert beschrieben: verschiedene Handlungsorte, subjektive Annäherung an handelnde Personen, lebhafte Szenenbeschreibungen. Kurzum: ein kurzweiliges und durchaus befriedigendes Lesevergnügen. Dachte ich!Die Darstellung der Roma in dem Bericht, auf die ich im weiteren Textverlauf genauer eingehen werde, ist eher negativ. Zumindest entsteht bei mir ein solches gedankliches Bild: kommen einfach her, kein Gedanke an Arbeit, Selbstverantwortung etc. und danken dann ihrem Gott für den unverhofften Wohlstand, der ja aber wenig sakral durch harte Lohnarbeit anderer Leute geschaffen wird. Wie kommt es, dass dieser Bericht nach einer ersten, zugegebenermaßen oberflächlichen, Lektüre ein solch einseitiges Bild in mir entstehen lässt? Ist er diffamierend, gar unterschwellig manipulierend? Ich krame den SPIEGEL aus dem Altpapier hervor und lese ihn erneut. Auf der Suche nach Gemeinheiten und Unterstellungen werde ich nicht fündig. Die Autorin Özlem Gezer schreibt neutral, objektiv und ohne erkennbare Wertungen. Leider, wie ich im ersten Moment denke, denn ein anderer Befund hätte es mir leicht gemacht die Sache abzuhaken. Andererseits scheint der Bericht seltsam glatt und bruchlos. Die eigentliche Geschichte ist kurz und lässt sich sinngemäß so zusammenfassen: „Unser Wohlstand lockt ganze Roma-Gemeinschaften an", und kommt ohne Abwägungen oder Gegenüberstellungen von Argumenten aus. Also: Woher kommen meine Vorbehalte, wenn sie in dem Text nicht expliziert sind? Die mögliche Antworthypothese ist für mich nicht unbedingt schmeichelhaft, liegt aber auf der Hand: Si

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Description

Studienarbeit aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik, , Sprache: Deutsch, Abstract: In der Ausgabe 14/ 2012 des SPIEGEL lese ich einen Bericht über den schrittweisen Umzug einer ganzen Roma-Dorfgemeinschaft aus Rumänien in das vermeintliche Paradies des deutschen Sozialstaates, nach Berlin/ Neukölln. Er ist, ein häufiges Stilmittel beim SPIEGEL, sehr anschaulich und detailliert beschrieben: verschiedene Handlungsorte, subjektive Annäherung an handelnde Personen, lebhafte Szenenbeschreibungen. Kurzum: ein kurzweiliges und durchaus befriedigendes Lesevergnügen. Dachte ich!Die Darstellung der Roma in dem Bericht, auf die ich im weiteren Textverlauf genauer eingehen werde, ist eher negativ. Zumindest entsteht bei mir ein solches gedankliches Bild: kommen einfach her, kein Gedanke an Arbeit, Selbstverantwortung etc. und danken dann ihrem Gott für den unverhofften Wohlstand, der ja aber wenig sakral durch harte Lohnarbeit anderer Leute geschaffen wird. Wie kommt es, dass dieser Bericht nach einer ersten, zugegebenermaßen oberflächlichen, Lektüre ein solch einseitiges Bild in mir entstehen lässt? Ist er diffamierend, gar unterschwellig manipulierend? Ich krame den SPIEGEL aus dem Altpapier hervor und lese ihn erneut. Auf der Suche nach Gemeinheiten und Unterstellungen werde ich nicht fündig. Die Autorin Özlem Gezer schreibt neutral, objektiv und ohne erkennbare Wertungen. Leider, wie ich im ersten Moment denke, denn ein anderer Befund hätte es mir leicht gemacht die Sache abzuhaken. Andererseits scheint der Bericht seltsam glatt und bruchlos. Die eigentliche Geschichte ist kurz und lässt sich sinngemäß so zusammenfassen: „Unser Wohlstand lockt ganze Roma-Gemeinschaften an", und kommt ohne Abwägungen oder Gegenüberstellungen von Argumenten aus. Also: Woher kommen meine Vorbehalte, wenn sie in dem Text nicht expliziert sind? Die mögliche Antworthypothese ist für mich nicht unbedingt schmeichelhaft, liegt aber auf der Hand: Si

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