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Zur Problematik von Theorie und Praxis in der Marxschen Lehre

Gerhard Himmelmann

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Paperback / softback
01 January 1974
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I. Marxismus als Kritik Das Studium der marxistischen Politischen Ökonomie erlebt z. Z. eine Renaissance. Nach der ersten Marx-Rezeption 1 in den Jahren 1878 bis 1890 und des sich daraus entwickelnden Kautskianismus ab 1891 und nach der zweiten- ernsthafteren- Marx-Rezeption in den dreißiger Jahren dieses Jahrhunderts zieht das Marxsche System heute wieder weite Teile der studentischen und außerstu­ dentischen jüngeren Generation an, so daß man von einer dritten Phase der Marx-Rezeption sprechen kann. Der Grund für diese Renaissance des Marxismus lag u. a. darin, daß in der bundesrepublikanischen Gesellschaft angesichtder sog. Ent­ ideologisierung der Parteien keine klar definierbaren oder einfach schematisierbaren Grundaxiome für gesellschaftliches Handeln mehr propagiert wurden. Dieser Mangel führte bei einem Großteil der lernwilligen und orientierungsbedürftigen Jugendlichen zu einer politisch-axiomatischen Frustration, die zum Rückgriff auf frühere Theorien gesellschaftspolitischer Praxis herausforderten. Die poli­ tische Sterilität des gesellschaftlichen Lebens nach den Jahren der CDU-Herrschaft und der pragmatisierende Drang zur Macht bei der Sozialdemokratie ließ - besonders nach dem Godesberger Pro­ grammparteitag der SPD - auch die immerhin noch vorhandenen Restbestände an ideologischer Programmatik in den gesellschaft­ lichen Auseinandersetzungen unbedeutsam erscheinen. Die Große Koalition bildete den Schlußstein einer Entwicklung, die die Hoff­ nungen auf die gesellschaftsverändernde Kraft der Sozialdemokra­ tie enttäuschte. Darüber hinaus setzte eine kritischere und unbefan­ 2 genere Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit ein , die sowohl den katholischen Konservativismus als auch den am frühkapitalisti­ schen Eigentumsbegriff verhafteten Liberalismus und auch den scheinbar im Pragmatismus versandeten demokratischen Sozialis­ mus nach dem Maßstab der Vergangenheit diskreditierten.

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I. Marxismus als Kritik Das Studium der marxistischen Politischen Ökonomie erlebt z. Z. eine Renaissance. Nach der ersten Marx-Rezeption 1 in den Jahren 1878 bis 1890 und des sich daraus entwickelnden Kautskianismus ab 1891 und nach der zweiten- ernsthafteren- Marx-Rezeption in den dreißiger Jahren dieses Jahrhunderts zieht das Marxsche System heute wieder weite Teile der studentischen und außerstu­ dentischen jüngeren Generation an, so daß man von einer dritten Phase der Marx-Rezeption sprechen kann. Der Grund für diese Renaissance des Marxismus lag u. a. darin, daß in der bundesrepublikanischen Gesellschaft angesichtder sog. Ent­ ideologisierung der Parteien keine klar definierbaren oder einfach schematisierbaren Grundaxiome für gesellschaftliches Handeln mehr propagiert wurden. Dieser Mangel führte bei einem Großteil der lernwilligen und orientierungsbedürftigen Jugendlichen zu einer politisch-axiomatischen Frustration, die zum Rückgriff auf frühere Theorien gesellschaftspolitischer Praxis herausforderten. Die poli­ tische Sterilität des gesellschaftlichen Lebens nach den Jahren der CDU-Herrschaft und der pragmatisierende Drang zur Macht bei der Sozialdemokratie ließ - besonders nach dem Godesberger Pro­ grammparteitag der SPD - auch die immerhin noch vorhandenen Restbestände an ideologischer Programmatik in den gesellschaft­ lichen Auseinandersetzungen unbedeutsam erscheinen. Die Große Koalition bildete den Schlußstein einer Entwicklung, die die Hoff­ nungen auf die gesellschaftsverändernde Kraft der Sozialdemokra­ tie enttäuschte. Darüber hinaus setzte eine kritischere und unbefan­ 2 genere Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit ein , die sowohl den katholischen Konservativismus als auch den am frühkapitalisti­ schen Eigentumsbegriff verhafteten Liberalismus und auch den scheinbar im Pragmatismus versandeten demokratischen Sozialis­ mus nach dem Maßstab der Vergangenheit diskreditierten.

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